von Lionel und Ronja
Die JA! hat am 12.02. im Stadtrat drei Vorstösse eingereicht, um den öffentlichen Verkehr in der Stadt Bern zugänglicher zu machen. Mit einer Aktion rund um den Bahnhof wurde darauf aufmerksam gemacht und eingeladen, das bestehende Ticketsystem zu hinterfragen.
Drei Vorstösse für zugänglichen ÖV
Die JA! hat an der Stadtratssitzung drei Vorstösse eingereicht, die den öffentlichen Verkehr (ÖV) mehr Menschen zugänglich machen soll. Konkret möchte die Junge Alternative JA! den ÖV für Kinder, Jugendliche und Senior*innen, sowie Menschen mit Kulturlegi kostenlos zur Verfügung stellen. Zudem das Libero-Jahresabo neu auf 365 Franken pro Jahr reduzieren, so dass der ÖV nur noch 1 Franken pro Tag kostet.
Im Laufe des Donnerstagmorgens wurden rund um den Bahnhof Bern Post-Its aufgehängt, um das bestehende Ticketsystem zu hinterfragen und auf die Notwendigkeit von kostenlosem ÖV hinzuweisen.

Gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen
Es kann nicht sein, dass Menschen faktisch aus der gesellschaftlichen Teilhabe ausgeschlossen werden, weil sie sich kein Ticket leisten können. Besonders Menschen mit wenig Einkommen, darunter Asylsuchende, Lernende oder Personen in finanziell schwierigen Situationen, sind auf einen niederschwelligen Zugang zum ÖV angewiesen, damit sie nicht sozial isoliert werden. Dies gilt auch für Senior*innen, die vermehrt den öffentlichen Verkehr benötigen. Ausserdem fördert es die Selbständigkeit von Kindern und Jugendlichen, wenn sie den ÖV kostenlos nutzen können und entlastet das Familienbudget.
Andere Städte machen es vor – kostenloser ÖV ist auch in Bern möglich
Kostenloser ÖV ist nicht nur sozial sinnvoll, sondern verändert auch, wie wir den öffentlichen Raum nutzen. Parkplätze nehmen eine riesige Fläche in der Stadt Bern ein und könnten für sichere Velowege, breitere Trottoirs oder Begrünung verwendet werden. Zudem ist kostenloser ÖV nicht unrealistisch, in über 300 Gemeinden in Europa inklusive grösserer Städte wie Montpellier und Tallinn und sogar auf dem ganzen Staatsgebiet Luxemburgs ist kostenloser ÖV bereits Realität.
Die JA! fordert ein Umdenken
Die JA! fordert einen grundlegenden Wechsel, weg vom profitorientierten Ticketsystem, hin zu einem öffentlichen Verkehr, der allen gehört und für alle zugänglich ist. Wir setzen uns weiterhin für einen kostenlosen, starken und solidarischen ÖV ein.