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27.04.2004: Protestpicknick gegen die neue Bahnhofordnung

Am Dienstag, 27. April 2004 haben AktivistInnen der JA! und der JUSO mit einem Pic-Nic in der Christoffelunterführung gegen die eigenmächtigen Verbote von Kurt Wasserfallen im städtischen Teil des Bahnhofs Bern protestiert.

Mit unserem Picknick wollen wir unser Entsetzen über die erlassenen Verbote Wasserfallens kundtun. Die neue Bahnhofordnung verbietet Sitzen auf Boden und Treppen sowie "unbefugte bzw. unbewilligte" Kundgebungen, Darbietungen, Sammelaktionen und Unterschriftenaktionen.

Dagegen protestieren wir weil:

  1. der ganze Bahnhof zum staatlich kontrollierten Raum wird, in dem niemand mehr die Meinung kundtun, geschweige denn auf Missstände hinweisen kann. Dies ist eine skandalöse Beschneidung der Grundrechte (Recht auf Meinungsfreiheit und Versammlungsfreiheit).
  2. wir die Ausgrenzung, Stigmatisierung und Verhöhnung von all jenen Menschen, die nicht der städtischen Norm entsprechen, also als Randständige abgetan werden, kritisieren.
  3. dieses weitere Reglement eine Fortsetzung der "Aus den Augen, aus dem Sinn" - Politik Wasserfallens ist, die mit der Lex Wasserfallen ihren Anfang genommen hat.
  4. es keine Lösung sein kann, dass man Menschen wegweist, für ihr blosses Dasein (auf öffentlichem Raum!) büsst und verachtend behandelt und gleichzeitig Geld für Drogenabgabestellen und Sozialanlaufstellen kürzt!
  5. der Bahnhof auch für uns ein Ort ist, wo man Leute trifft, wartet, kurze Zeitfenster verbringt. Deshalb fordern wir Gelegenheiten zum Sitzen und Verweilen.

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