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Motion Fraktion
GB/JA! (Anne Wegmüller und Lea Bill JA!): Innovative Kampagne gegen
Littering
Täglich werden in der Stadt Bern Unmengen von Abfall produziert.
Gesellschaftlicher Wandel und veränderte Konsumgewohnheiten haben in den
letzten Jahren dazu geführt, dass immer mehr Abfall im öffentlichen Raum
einfach liegen bleibt.
Ein neuer innovativer Ansatz gegen die Littering-Problematik haben die Stadt
Liestal sowie sechs umliegende Gemeinden gewählt. Sie haben die Kampagne „Blyb
suuber – mach mit“ lanciert. Dabei setzten die Gemeinden einen sogenannten
„Abfall-Michel“ ein, welcher mit einem roten Tretmobil unterwegs ist und die
Bevölkerung in Entsorgungsfragen berät, Anliegen bezüglich einer
Verbesserung der Sauberkeit im öffentlichen Raum aufnimmt und
AbfallsünderInnen auf ihre Fehlverhalten anspricht. Neben dieser Präsenz im
öffentlichen Raum an stark frequentierten Standorten setzt die Kampagne auf
die Präventionsarbeit an Schulen, den konstruktiven Dialog mit verschiedenen
AkteurInnen und appelliert an die Mitverantwortung der Bevölkerung. In den
Schulen der Gemeinden wird beispielsweise einen Abfallunterricht
durchgeführt, welcher die Kinder und Jugendlichen auf die Thematik Abfall
und Konsum sensibilisiert. Der Unterricht wird mit verschiednen Aktionen in
den Schulen ergänzt und vertieft.
Die Junge Alternative JA! und das Grüne Bündnis erachten den Ansatz der
Prävention und Aufklärungsarbeit sowie der Mitverantwortung der Bevölkerung
zur Bekämpfung von Littering als sehr sinnvoll und sind überzeugt, dass sich
eine ähnliche Kampagne für die Stadt Bern eignen würde.
Ziel dieser Kampagne soll es sein, ohne Repression einzusetzen, die
Bevölkerung für eine verantwortungsbewusste Nutzung des öffentlichen Raums
zu sensibilisieren.
Der Gemeinderat wird daher beauftragt:
1. Eine Abfall-Kampagne durchzuführen, welche mit Information und Prävention
auf die Mitverantwortung der Bevölkerung setzt.
2. In dieser Kampagne StreetworkerInnen (Fachpersonen der Soziokulturellen
Animation) einzusetzen, welche die Bevölkerung in Entsorgungsfragen vor Ort
beraten, Anliegen bezüglich einer Verbesserung der Sauberkeit im
öffentlichen Raum aufnehmen und AbfallsünderInnen auf ihre Fehlverhalten
ansprechen.
3. Die Stadtberner Schulen in die Kampagne miteinzubeziehen. Im Rahmen eines
Abfallunterrichts oder einer Aktionswoche werden die Kinder und Jugendlichen
auf die Thematik Abfall und Konsum sensibilisiert.
4. Allen Schulkindern der Stadt Bern im Rahmen dieser Kampagne eine
„Znüni-Box“ (Mehrweggeschirr) auszuhändigen.
Bern, 29. November 2007
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