25. November 2004: Vorstoss Simon Röthlisberger JA!: Kulturraum schaffen - Ersatz für PROGR

Der Gemeinderat hat die Zwischennutzung des Progymnasiums vom August 2004 bis Ende Juli 2006 beschlossen. Ziel ist es, im 2006 mit den Bauarbeiten für die Errichtung einer Abteilung für Kunst der Gegenwart zu beginnen.
Innerhalb kurzer Zeit ist in Bern ein neues Kulturzentrum entstanden. Das Zentrum für Kulturproduktion PROGR. Der Entscheid des Gemeinderats für die Zwischennutzung, der Einsatz der Abteilung für Kulturelles und private Initiative haben dies ermöglicht. Gemäss Konzept sollten die kommerziell nutzbaren Räume bestmöglich vermietet, die andere Hälfte des Gebäudes kulturell genutzt werden. Die Nachfrage nach kom-merzieller Nutzung war gering, doch die Nachfrage nach kultureller ist enorm: Die Ateliers sind vermietet, die Ausstellungsräume genutzt und ab Februar 2005 wird beeflat sonntags in der Turnhalle Konzerte organisieren. Zudem öffnet die äusserst gut besuchte Bar den PROGR für die Öffentlichkeit.
Auch die zentrale Lage, die Gemeinschaftsräume, der Reading-room oder die kleine Bühne machen den PROGR zum attraktiven Kulturzentrum. Obwohl die Ateliers längst vermietet sind, fragen immer noch dau-ernd Kunstschaffende um freie Räumlichkeiten an. Kurz: Das Bedürfnis nach Kulturraum zu reduzierten Preisen ist äusserst gross - zu gross, als dass dies die Stadt in Zukunft ignorieren kann.
Noch ist ungewiss, ob und wann die Abteilung für Gegenwartskunst in das Gebäude einziehen wird. Die Absetzung des Geschäfts für die Stadtratsdebatte vom 25.11.2004 hat dies gezeigt. Dennoch erachtet es die Junge Alternative JA! als absolut notwendig, schon zum jetzigen Zeitpunkt mit der Suche nach Alternati-ven für das neu entstandene Zentrum für Kulturproduktion PROGR zu beginnen: Denn die Suche nach ei-nem neuen Standort ist zeitaufwändig.

Die Junge Alternative JA! fordert den Gemeinderat deshalb auf, unter Einbezug der Liegenschaftsverwaltung, Stabe und Privaten, nach einem vergleichbaren Ersatz für die Kulturräumlichkeiten im alten Progymnasium zu suchen. Diese Räume sollen möglichst zentrumsnah gelegen sein und die kulturell-nicht-kommerzielle Nutzung im Vordergrund stehen.

Bern, 25. November 2004