19. August 2004: Dringlich Motion Simon Röthlisberger JA!: Attraktive Velostadt anstatt repressive Parkordnung

2'500 PendlerInnen beabsichtigen an einem Werktag ihr Velo in der unmittelbaren Nähe des Bahnohfs abzustellen. Gegenwärtig steht diesem Bedarf ein Angebot von 1'400 markierten Veloabstellplätzen gegenüber – 200 davon in einer gebührenpflichtigen Velostation. Die neue Parkordnung besagt ein Velohalteverbot zwischen Bollwerk und Bahnhof ausserhalb der markierten Felder. Velos dürfen zudem nicht länger als vier Tage abgestellt werden. Dies soll mittels Viedoüberwachung kontrolliert werden. Zuwiderhandlungen gegen diese Parkordnung werden mit der Entfernung der Velos und saftigen Bussen geahndet.

Die neue Parkordnung schreckt vor der Nutzung des Velos ab. Ziel einer umweltfreundlichen Stadt sollte es hingegen sein, den Anteil der VelofahrerInnen weiter zu erhöhen. Die Junge Alternative JA! fordert vom Gemeinderat:

1.       Die Anzahl der markierten Gratisveloabstellplätze in der unmittelbaren Umgebung des Bahnhofs auf mindestens 2‘000 zu erhöhen (ohne Plätze in der Velostation). Unter anderem konkrete Evaluation von folgenden Plätzen: Christoffelunterführung Zugang Tramhaltestellen Fahrtrichtung Westen, Bollwerk zwischen Aarbergergasse und Neuengasse beide Strassenseiten (Taxistandplätze und Erweiterung Trottoir), Heilliggeistkirche verkehrsfreie Fläche Bushaltestelle Linie 11 Richtung Neufeld.

2.       Auf die neu eingeführte Gebühren- und Bussenregelung zu verzichten.

3.       Auf das Halteverbot für Velos zu verzichten.

4.       Keine maximale Parkdauer für Velos einzuführen und die Parkdauer nicht mittels Videoüberwachung zu kontrollieren („Schrottvelos“ sollen weiterhin entfernt werden).

5.       Die zusätzlich geschaffenen Roller- und Motorradplätze in Veloabstellplätze umzuwandeln.

6.       Dass das Halteverbot in der Aarberger-, Genfer- und Neuengasse für Velos nicht gilt.

Begründung der Dringlichkeit:

Ab Ende August 2004 wird die neue Parkordnung umgesetzt. Schon nur die Ankündigung der neuen Parkordnung hat bei vielen VelofahrerInnen zu Ärger geführt. Es ist deshalb unerlässlich, so rasch als möglich die neuen Regelungen im Stadtrat zu behandeln.

Bern, 19. August 2004