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11.März 2008: Mit
Zuckerbrot und Peitsche...
Heute hat die Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün (TVS) verlauten
lassen, dass die neuen Veloparkplätze am Berner Bahnhof bezugsbereit seien.
Das bedeutet aber vor allem, dass ab nächster Woche massiv weniger
Gratis-Veloabstellplätze zur Verfügung stehen werden.
Peitsche
Das TVS schreibt in seiner Medienmitteilung, dass die provisorischen
Velo-Abstellflächen bei Bollwerk und Hirschengraben am Montag, 17. März
bzw.. Donnerstag, 20. März aufgehoben werden. Beim Bollwerk werden somit die
zwei grossen „Velo-Inseln“ in der Mitte der Strasse verschwinden. Als Ersatz
dafür werden „vorerst“ einzig ca. 130 neue Abstellplätze vor dem SBB-Gebäude
in Betrieb genommen. Diese 130 Plätze stehen in keinem Verhältnis zu den
bisherigen „Velo-Inseln“. Auch die für später angekündigten
Veloabstellplätze hinter der Heiliggeistkirche und vor dem ehemaligen Hotel
Schweizerhof können nicht darüber hinwegtäuschen, dass massiv
Gratis-Veloabstellplätze abgebaut werden.
All diejenigen, die sich an das etwas grössere Abstellangebot vor und
während der Umbauphase gewöhnt haben, werden ab nächstem Montag nun
plötzlich keinen Platz mehr für ihr Velo finden. Die Junge Alternative JA!
ist empört über dieses unüberlegte und Velo-feindliche Vorgehen der
Direktion und fordert weiterhin genügend Gratis-Abstellplätze – gerade im
Bollwerk, denn täglich wollen Tausende von PendlerInnen aus dem Nordquartier
ihr Velo am Bahnhof abstellen.
Zuckerbrot
Offensichtlich ist sich aber das TVS durchaus bewusst, dass die
angekündigten Massnahmen nicht besonders populär sein könnten. Deshalb steht
in der Medienmitteilung folgendes: „Zudem werden den Velofahrenden Coupons
für die Gratis-Benutzung der Velostationen abgegeben, welche noch über freie
Kapazitäten verfügen“. Es scheint fast, als hätte das TVS endlich einer
alten Forderung der Jungen Alternative JA! nachgegeben, nämlich, dass die
Velostationen gratis sein sollten. Auf Nachfrage erklärte jedoch
Projektleiter Patric Schädeli, dass es sich dabei um eine einmalige Aktion
handle, bei der solche Coupons auf den Velos verteilt würden.
Die Junge Alternative JA! ist beschämt darüber, wie die selbsternannte
„Velostadt Bern“ mit ihren VelofahrerInnen umgeht. Es kann nicht sein, dass
auf einmal das Platzangebot derart drastisch gekürzt wird und die Stadt Bern
gleichzeitig scheinheilig Coupons verteilt als wären Berner VelofahrerInnen
wie kleine Kinder, die man mit einem Täfeli beruhigen kann – Chaos und
Unzufriedenheit sind voraussehbar! Die JA! wehrt sich gegen solche
Vorgehensweisen und behält sich vor, mit Protestaktionen dagegen vorzugehen.
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