1.November 2007: Nein zum Bettelverbot. Rettet Hügli vor dem Wasserfall!
 
Nun stimmt auch Gemeinderat Hügli in den Itze-Längts-Tenor ein: Er fordert ein totales Bettelverbot in der ganzen Stadt. Der Wettlauf um die härtest Position soll offensichtlich bei den Bürgerlichen zum Wahlkampfschlager werden. Die Junge Alternative JA! lehnt die Forderungen nach einem Bettelverbot vehement ab, so wie sie sich auch gegen weitere repressive Massnahmen, z.B. das Bahnhofreglement stellt. Die Junge Alternative JA! steht ein für eine bunte, lebendige und offene Stadt, in der wirklich ALLE Platz haben.
 
Das Bettelverbot wird in der Stadt Bern vom Stadtrat seit Jahren immer wieder abgelehnt. Der Schnellschuss Hüglis ist, wie die BZ treffend beschreibt, ein „Betteln um Stimmen“, sachpolitisch jedoch sowohl falsch als auch sinnlos.
 
Betteln muss in der Stadt Bern weiterhin erlaubt sein. Die JA! wehrt sich gegen diesen weiteren Versuch, Menschen, die nicht einer gehobenen sozialen Norm entsprechen, auszugrenzen und deren Rechte und Anliegen als zweitrangig zu betrachten.
 
Das oft gehörte Argument, dass es in der Schweiz für niemanden notwenig sei, zu betteln, widerspricht der Realität. Die Existenz von BettlerInnen ist eine Tatsache, die nicht einfach ignoriert werden kann und die Problemlösungen und keine Verbote fordert. Hüglis Forderung ist aus diesem Grund alles andere als lösungsorientiert, sondern unterstützt eine reine „Aus-den-Augen-aus-dem-Sinn – Politik“.
 
Die Junge Alternative JA! fordert deshalb den Berner Gemeinderat dazu auf, sich mit den BettlerInnen und ihren Bedürfnissen auseinanderzusetzen. Auch das Bahnhofreglement, welches noch im November im Stadtrat diskutiert werden soll, enthält ein Bettelverbot. Die JA! wird dieses Bahnhofreglement im Stadtrat bekämpfen und - sollte es nötig sein - das Referendum dagegen ergreifen.