4. Oktober 2007:  Liste 10 – junge grüne und Junge Alternative JA!

Heute hat die Medienkonferenz der gemeinsamen Liste der jungen grünen kanton bern und der Jungen Alternative JA! stattgefunden. Dabei wurde das Novum einer jungen grünen und linken Liste im Kanton Bern vorgestellt.

Die Medienkonferenz hat aus triftigen Gründen auf dem Bahnhofplatz stattgefunden: Die Junge Alternative JA! hat diesen Sommer die Petition „Der Bahnhof gehört allen!“ lanciert, welche die Vertreibung von Menschen vom Bahnhof verhindern will, die Möglichkeit für die Gassenküche nach dem Umbau auf dem Bahnhofplatz Essen auszugeben und Orte zum Verweilen fordert. Die jungen grünen haben im September ebenfalls eine Petition zum Bahnhofplatz gestartet: Diese will, dass der Bahnhofplatz nach dem Umbau autofrei bleibt – eine höhere Lebensqualität ist auch in der Innenstadt wünschenswert!

An der Medienkonferenz wurden weitere Inhalte der gemeinsamen Liste präsentiert. Lea Bill (JA!) kommentierte den Einsatz der beiden Parteien für Solidarität statt Grenzen: „Die Schweiz darf sich nicht länger aus der Verantwortung stehlen: Sie muss endlich aufhören, nur von den gutausgebildeten MigrantInnen zu profitieren, sie muss auch Grund- und Menschenrechte für benachteiligte AusländerInnen garantieren.“ Daniel Klauser (jg) wies auf die Verkehrspolitik hin, analysierte das Mobilitätsverhalten und versprach: „Wir wollen ein intelligentes Mobilitätsverhalten erreichen: Zu Fuss und per Velo auf kurzen Strecken, wenns weiter geht mit dem Zug und falls mal nötig dann noch mit dem Car-Sharing Auto.“ Gleichzeitig steht das Listenprojekt jedoch auch für eine ehrliche Friedenspolitik, für Bonbons statt Bomben und eine konsequente Haltung der Schweiz: „Kriegsmaterial wird zum Töten exportiert und zum Töten gebraucht. Damit unterläuft die Schweiz ihre eigene Entwicklungszusammenarbeit und ihre Aussenpolitik.“, bekräftigte Rahel Ruch (JA!) Für die junge Liste steht auch das Prinzip der Chancengleichheit und Bildung für alle weit oben auf der politischen Agenda: „Die Reduktion der Stipendien erschwert die Integration der Betroffenen in den Arbeitsmarkt und untergräbt die Chancengleichheit, was dazu führt, dass nur noch Reiche eine Ausbildung machen können.“, erklärte Sulamith Reimann (jg).

Für eine solidarische Schweiz, in der Ökologie und soziale Gerechtigkeit nicht bloss Schlagworte sind steht die Liste 10: 26 junge, engagierte Menschen aus Stadt und Kanton Bern stellen sich zur Wahl – sie sind eine echte Alternative zur ergrauten und bürgerlichen Mittfünfziger-Politik.