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25. Mai 2007:
Lancierung der Petition „Der Bahnhof gehört
allen“
Die Junge Alternative JA! hat heute Freitag, 25. Mai gemeinsam mit anderen
Organisationen die Petition „Der Bahnhofplatz gehört allen“ lanciert. Die
Petition ist eine Reaktion auf die Ankündigung des Gemeinderates, ein
„Nutzungskonzept“ für den neuen Bahnhof zu erstellen. Nach den Aussagen des
Gemeinderates ist zu erwarten, dass dieses eine Art „Neuauflage“ der
Bahnhofordnung von 2004 ist, in der Picknicken oder einfach nur Verweilen,
spontane Mahnwachen, politische Aktionen und Unterschriften sammeln verboten
werden soll. Um dies zu verhindern, fordert die Petition folgendes:
Der Berner Bahnhof soll nicht zu einem Konsumtempel werden. Ansprüche
Privater, den Bahnhof zu kommerziellen Zwecken zu nutzen müssen
eingeschränkt werden.
Die Ausübung der politischen Rechte und die Wahrung der Grundrechte müssen
auch für den neuen Bahnhofplatz gelten.
Es braucht auf dem neuen Bahnhofplatz genügend Sitzplätze zum Verweilen.
In unmittelbarer Nähe des Bahnhofs müssen genügend Gratis-Veloparkplätze zur
Verfügung stehen. Die jetzt geplanten 1500 Plätze reichen nicht aus, es
braucht eine Erhöhung.
Das Alkistübli muss nach dem Umbau wieder in nächster Nähe vom Bahnhof Platz
haben, so wie es der Stadtrat am 1. Februar 2007 beschlossen hat (Kredit für
die Weiterführung von PINTO und dem Aufenthaltsraum für Alkoholabhängige).
Die Gassenküche soll auch nach dem Umbau wieder auf dem Bahnhofplatz Essen
verteilen dürfen
Die Unterschriften für die Petition sollen diesen Sommer gesammelt werden.
Parallel zur Petition hat Anne Wegmüller, Stadträtin JA! im Stadtrat ein
Postulat eingereicht, welches die Diskussion des Nutzungskonzepts im
Stadtrat fordert.
Die Petition wird von folgenden Gruppierungen unterstützt: Junge Alternative
JA!, Grünes Bündnis, Grüne Partei Bern – Demokratische Alternative, JUSO
Bern, Pda Bern.
Passend zur heutigen Lancierung hat der Gemeinderat gestern verlauten
lassen, dass die Notschlafstelle an der Hodlerstrasse geschlossen werden
soll. Dies ist ein weiterer Schritt, der in die vom Gemeinderat
eingeschlagene Richtung der Vertreibungspolitik geht und der einer
rot-grünen Stadtregierung unwürdig ist.
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