20. April 2007: Für umweltfreundliches Verhalten bezahlen?

Am Montag, 23. April 2007 informieren die Gemeinderätinnen Edith Olibet und Regula Rytz über das Bau und Betrieb der neuen Velostation Milchgässli, welche am 13. Mai eröffnet wird.

Die Junge Alternative JA! nimmt diesen Anlass als Gelegenheit, um einmal mehr darauf hinzuweisen, dass eine echte Veloförderung der Stadt Bern nicht mit teuren Velostationen zu erreichen ist. Die Junge Alternative JA! fordert genügend kostenlose Veloparkplätze in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs – auch während und nach der Umbauphase des Bahnhofplatzes.

Denn kostenpflichtigen Velostationen können und dürfen aus Sicht der JA! keine Alternative sein, denn einerseits sollen Velofahrende grundsätzlich in ihrem umweltfreundlichen Verkehrsverhalten unterstützt werden und andererseits kostet die Bewirtschaftung von Veloparkplätzen im Freien die Stadt so gut wie nichts. Der Bau von Velostationen ist im Vergleich hingegen sehr aufwändig und teuer.

Es ist ein Widerspruch, wenn sich die Stadt Bern das Label „Velostadt Bern“ auf die Fahnen schreibt, und gleichzeitig nur wegen dem „schönen“ und sauberen Stadtbild tausende von gratis Veloparkplätzen in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs aufhebt. Dieser unverständlichen Politik will die Junge Alternative JA! entgegenwirken.

Zudem kommt, dass die jetzige Situation aufgrund der Bauarbeiten für PendlerInnen, welche mit dem Velo an den Berner Bahnhof fahren, unhaltbar ist. Das Velofahren an den Berner Bahnhof ist vor allem für Personen aus dem Nordquartier äusserst gefährlich. Am Bahnhof sind die wenigen Gratis-Veloparkplätze so überfüllt, dass man mit dem Bus, Tram, zu Fuss oder gar mit dem Auto schneller am Bahnhof gewesen wäre.

Die JA! begrüsst die TeilnehmerInnen der Medienkonferenz vom Montag, 23. April 2007 mit einer kreativen, fotogenen Aktion: Sie präsentiert ein Velo im goldenen Käfig, als Symbol für die teure Velostation.