7. März 2007: JA! distanziert sich von dem unglaubwürdigen Projekt Respect & Tolerance

Die Junge Alternative JA! wird sich nicht am inszenierten Wahlkampf-Projekt Respect & Tolerance der Jungen SVP sowie dem Jungfreisinn beteiligen. Vor allem nach den Gewaltanwendungen rechtsbürgerlicher Politiker am letzten Samstag an der Lesung von Eva Hermann ist das geplante Projekt völlig unglaubwürdig. Es ist mehr als peinlich einerseits ein Antigewalt-Projekt ins Leben zu rufen und andererseits eigenhändig Faust anzulegen statt zu diskutieren.

Letzte Woche hat die Junge SVP und der Jungfreisinn der Stadt Bern ihr Gewaltpräventionsprojekt Respect & Tolerance stolz den Medien vorgestellt. Leitsätze wie "Ich verzichte auf Gewalt", "Ich respektiere meine Mitmenschen" oder "Ich bin Vorbild!" werden popagiert. Das Ziel ist es , die Zukunft mit weniger Gewalt zugestalten. Die Grundidee des Projekts ist aus der Sicht der Jungen Alternative JA! schön und gut.
 

Hingegen bezweifelt die JA! ob die bürgerlichen JungpolitikerInnen mit dem einmaligen Besuch einer Schulklasse wirkliche Gewaltprävention machen können, welche etwas bewirkt. In den Berner Schulen werden verschiedenen längerfristige Projekte zur Gewaltprävention durch Fachpersonen der Sozialen Arbeit in enger Zusammenarbeit mit den Lehrpersonen durchgeführt, welche sicherlich nachhaltiger und wirkungsvoller sind als die gut gemeinte Eintagsfliege. Die JA! fordert die bürgerlichen JungpolitikerInnen deshalb auf, sich endlich auch auf parlamentarischer Ebene für professionelle Gewaltprävention stark zu machen.

 

Auslöser für die Entscheidung der Jungen Alternative JA! sich nicht am Projekt zu beteiligen ist jedoch ganz klar die Gewaltanwendungen rechtsbürgerlicher Politiker, darunter auch JungSVPler, am vergangenen Samstag an der Lesung von Eva Hermann im Hotel Bern. Politiker und Pro Libertate Sympathisanten verloren die Beherrschung und schlugen wahllos auf feministische AktivistInnen ein, würgten, schleiften eine Frau brutal aus dem Saal usw.

Die JA! fordert die bürgerlichen Jungparteien dazu auf zuerst mal in ihren eigenen Strukturen Gewaltprävention durchzuführen, bevor sie auf eine äusserst unglaubwürdig Weise SchülerInnen belehren wollen.