19. September 2006: Stipendien statt Zwangsverschuldung!

Die Junge Alternative JA! ist empört über die Anträge von Nationalrätin Christa Markwalder im Rahmen der Parlamentsdebatte um die NFA Ausführungsgesetzgebung und den Forderungen des Jungfreisinns. Verlangt wird nach mehr Darlehen statt Stipendien. Die JA! findet dies bedenklich, denn es ist ein weiterer Schritt in Richtung Ökonomisierung und Zugangsbeschränkung der Hochschulen. 

Für junge Menschen mit erschwertem Hochschulzugang wird die Hürde, ein Studium in Angriff zu nehmen, weiter erhöht, wenn künftig vermehrt Stipendien mit Darlehen ersetzt werden. Zudem wird die Studienwahl massiv eingeschränkt: Die erwähnten Menschen werden ihre Studienrichtung damit in Zukunft nach ökonomischen Kriterien auswählen, anstatt ihren Interessen folgen zu können. Dies bedeutet eine massive Ungleichheit, die so nicht hingenommen werden kann.

Die JA! bezweifelt, ob die zuständigen Gremien des Jungfreisinns wissen, wie das Leben als Studentin oder Student aussieht, wenn die Eltern nicht in der Lage sind, für ihre Kinder zu bezahlen. Solche Studierende sind auf Stipendien angewiesen, heute noch mehr als früher. Seit der Einführung des „Bologna-Systems“ und der damit einhergehenden Verschulung der Studiengänge, ist es für die Studierenden schwieriger geworden, neben dem Studium einer Erwerbstätigkeit nachgehen  zu können.  

Aus all diesen Gründen fordert die Junge Alternative JA! schon lange mehr Stipendien statt Zwangsverschuldung durch Darlehen und eine bundesweite materielle Harmonisierung des Stipendienwesens. Die JA! appelliert an die Nationalrätinnen und Nationalräte die Anträge von Nationalrätin Christa Markwalder abzulehnen.