13. Juli 2006: Keine Wegweisungen auf der Grossen Schanze!

Die Stadt Bern hat im letzten Jahr mit der neuen Bahnhofordnung klar gemacht, wer im städtischen Teil des Bahnhofs willkommen ist und wer nicht: TouristInnen und Einkaufswütige werden gern gesehen, politisch Aktive und Randständige werden lieber verjagt. Nun zieht die SBB mit: Auf der Grossen Schanze soll die Sicherheit und Ordnung verstärkt werden. Was auf den ersten Blick wie eine Massnahme zum Schutz von Kindern aussieht, entpuppt sich schnell als weiteres Instrument zur Wegweisung unerwünschter Personen. So ist – neben verständlichen Regelungen wie das Verbot, Abfall herumliegen zu lassen – der Konsum von Alkohol verboten und Betteln nicht erlaubt.

Die Junge Alternative JA! stellt sich einmal mehr gegen eine solche Aus-den-Augen-aus-dem-Sinn-Politik. Es geht dabei nicht darum, die zugrunde liegenden Probleme (z.B. in der Drogenpolitik) zu lösen, sondern nur um ein oberflächliches Aufpolieren des Berner Stadtbildes. Die Tatsache, dass nach der Einführung der neuen Bahnhofordnung und der damit verbundenen Wegweisung vieler Personen, sich die betroffenen Personen nicht „aufgelöst“ haben, sondern sich jetzt einfach an anderen Orten treffen, zeigt die geringe Tiefenwirkung solcher Massnahmen. Dies wird beim härteren Durchgreifen auf der Grossen Schanze nicht anders sein.

Aus den oben genannten Gründen protestiert die Junge Alternative JA! am Dienstag, 18. Juli, 12.30 Uhr auf der Grossen Schanze mit einer witzigen Campingaktion gegen diese unhaltbare Verhärtung der Massnahmen.