3. April 2006: Antifaschistischer Abendspaziergang vom 1. April 2006

Die Junge Alternative JA! hat am 7. Antifaschistischen Abendspaziergang teilgenommen.
Bereits am späten Nachmittag fuhr ausserhalb der Innenstadt das riesige und übertriebene Polizeiaufgebot auf: FussgängerInnen wurden von PolizistInnen angehalten, kontrolliert und schikaniert. Später besammelten sich einige Tausend Personen bei der Heiliggeistkirche – begleitet von Hunderten von PolizistInnen aus der ganzen Schweiz.

Die JA! kritisiert das übertriebene Polizeiaufgebot scharf. Durch die flächendeckende Präsenz der Uniformierten wurde die ohnehin schon angespannte Stimmung zusätzlich aufgeheizt und sowohl DemonstrantInnen als auch andere PassantInnen provoziert. Eskalationen hätten verhindert werden können, wenn die Polizei vor Ort eine Route durch die Innenstadt gewährt und sich im Hintergrund gehalten hätte.

Gleichzeitig distanziert sich die JA! klar von denjenigen wenigen unpolitischen Personen, die aus der ganzen Schweiz angereist sind, die Konfrontation mit der Polizei suchten und gezielt Sachbeschädigungen begangen haben. Sie gefährdeten die Demonstration, zogen die Teilnehmenden in Mitleidenschaft und verunmöglichen so eine konstruktive Diskussion.

In den Augen der JA! war das Vorgehen des BagR (Bündnis alle gegen Rechts), nämlich zum Rückzug in die Reitschule aufzurufen, deplatziert. Gerade eine Gruppe mit solch grosser Erfahrung sollte sich darüber im Klaren sein, dass ein Teil der Demonstrierenden nicht bereit ist, „nachzugeben“ und die Demo einfach zu verschieben. Ebenso sollte klar sein, dass sich immer wieder unpolitische SchlägerInnen unter die SpaziergängerInnen mischen und die Situation zum Eskalieren bringen wollen.

Die JA! begrüsst die Stellungnahme des Bündnisses gegen Rechts, in dem sie sich klar von Sachbeschädigung und Angriffen auf die Polizei distanziert. Auch ist es sinnvoll, auf die „Wiederholung“ des Spaziergangs nun doch zu verzichten. So haben nun alle Beteiligten Zeit, das weitere Vorgehen und den nächsten Antifaschistischen Abendspaziergang zu diskutieren.