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16. Oktober 2005: Polizeigewalt statt Deeskalation in Thun

Gestern Samstag Abend versammelten sich ca. 300 Personen in Thun zum 3. Antifaschistischen Abendspaziergang um gegen das vermehrte Auftreten von Rechtsextremen und das Dulden rassistischen und faschistischen Gedankenguts zu demonstrieren. Auch JA!-AktivistInnen nahmen teil.

Doch an einen Umzug war gar nicht erst zu denken: Der Bahnhofplatz wurde von Anfang an von einem immensen überkantonalen Polizeiaufgebot (200-250 Polizisten) abgeriegelt und die Demonstrierenden wurden sofort eingekesselt. Dieser Schritt wurde damit begründet, dass für den Spaziergang keine Bewilligung eingeholt worden war.

Das weitere Vorgehen der Polizei war alles andere als angebracht und wird von der Jungen Alternative JA! aufs Schärfste kritisiert. Während die Demonstrierenden sich die Laune nicht verderben liessen und eine Polonaise als „verkleinerten Abendspaziergang“ durchführten, schlossen sich die Polizisten in immer kleineren Kreisen um die DemonstrantInnen, so dass der Sicherheitsabstand für den Einsatz von Gummigeschossen nicht mehr gegeben war. Trotzdem setzte die Polizei immer wieder Gummigeschosse und Tränengas ein; meist betrug der Abstand zu den Demonstrierenden keine fünf Meter.

Die DemoteilnehmerInnen hingegen verhielten sich durchwegs friedlich. Die Polizei und die Behörden haben damit jegliche Verhältnismässigkeit verloren. Die Junge Alternative JA! stellt sich mit Vehemenz gegen diese repressiven und gefährlichen Methoden sowie die damit einhergehende Kriminalisierung von Menschen, die für ihre Anliegen auf die Strasse gehen!