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3. April 2005: 2005 Unterschriften gegen Offroader in der Stadt Bern

Übergabeaktion an Gemeinderätin Regula Rytz am 7. April um 16:30 vor dem Rathaus

Seit letztem Herbst weht der Offroader-Lobby politischer Wind entgegen. Verschiedene Vorstösse im Nationalrat gegen schwere Geländefahrzeuge auf dem mitunter städtischen Strassennetz werden schweizweit von gross angelegten Aktionen junger Politikerinnen und Politiker begleitet. In Bern hat die Junge Alternative JA! eine Petition gegen Offroader auf Gemeindegebiet lanciert und überreicht am kommenden Donnerstag vor dem Stadtrat an Verkehrsdirektorin Regula Rytz die gesammelten Unterschriften.

Das Hauptproblem bei der Eindämmung des Offroaderbooms liegt an der fehlenden Differenzierung in der Kategorisierung der Fahrzeuge. Eine Motion von NR Franziska Teuscher hatte verlangt, für schwere Geländewagen eine eigene Kategorie zu schaffen, um dann in einem zweiten Schritt den Gemeinden die Kompetenz zur Einschränkung einzelner Kategorien zu geben. Die Motion wurde im NR kürzlich abgelehnt. Aus diesem Grunde fordert die JA! vom rot-grün-dominierten Berner Gemeinderat, sich zusammen mit anderen Städten und Agglomerationen gebenüber dem Bund für diese Ziele einzusetzen.

Offroader sind für den Einsatz im Gelände konzipiert worden. Trotzdem prägen sie zunehmend das städtische Strassenbild und gefährden durch ihre Grösse die schwächeren Verkehrsteilnehmenden, besonders Kinder und Velofahrende: Durch den hohen Aufbau der Geländewagen gibt es für deren LenkerIn mehr und grössere tote Winkel und sind bei einer Kollision die Verletzungsmuster aller Beteiligten lebensgefährlicher als bei herkömmlichen Autos.

In der aktuellen Diskussion um die CO2-Abgabe spielen die Offroader eine wichtige Rolle, ist doch deren CO2-Emmission durchschnittlich 1/3 höher als bei normalen Autos.