23. Mai 2006: Freiraum statt leere Büros: Auftakt zur JA!-Sommerkampagne

Mit dieser Sommerkampagne nimmt die JA! einen Missstand in der Stadt Bern auf: Freiräume im weitesten Sinne sind auch hier Mangelware. Wo können sich junge Leute noch ohne Konsumzwang zum gemütlichen Beisammensein treffen? Wo gibt es Platz für Strassenkunst oder andere nichtkommerzielle Darbietungen? Immer öfter wird der öffentliche Raum überreglementiert, privatisiert oder kommerzialisiert. Zunehmender Sicherheitswahn und die Illusion, durch Wegweisung, Bahnhofordnung und eine verfehlte Drogenpolitik gewisse Menschen, die nicht ins Stadtbild passen, nichtexistent zu machen, sind auch hier in Bern ein Thema. Die Sehnsüchte bürgerlicher PolitikerInnen nach Bettelverboten, Videoüberwachungen etc. erinnern an Orwells „1984“ und hinterlassen mehr als nur einen schalen Geschmack auf der Zunge. Die JA! fordert eine autofreie, farbige, freie Innenstadt mit vielen gemütlichen und schönen Ecken für alle. Statt Pinto-PolizistInnen braucht es mehr Offenheit, mehr Dialog und Freiraum für alle, auch für diejenigen mit zerrissenen Kleidern und einem Bier in der Hand. Im Rahmen der Sommerkampagne plant die JA! verschiedene Aktionen und Vorstösse zu den genannten Themen.

    

Als Auftakt hat die Junge Alternative ein Picknick auf dem Gelände der alten Kirche an der Freiburgstrasse 127 veranstaltet. Hier soll in wenigen Monaten ein Bürogebäude entstehen, MieterInnen gibt es bis heute noch keine. Wir erachten es als sinnlos, Gebäude zu bauen, die niemand braucht und fordern: Freiraum - jetzt und überall!