Jugendarbeitslosigkeit, Taten jetzt!

Zirka dreissig Leute sind dem Aufruf der JA! und des Grünen Bündnisses gefolgt und haben politische Taten gegen Jugendarbeitslosigkeit gefordert.
Im Anschluss an die Aktion haben einige StadträtInnen auch die Talons zur Unterstützung einer Schülerin/eines Schülers abgegeben. Auch wenn dies  nur ein Tropfen auf den heissen Stein ist, ist es doch zumindest ein Zeichen dafür, sich für die Verbesserung der Situation einiger Jugendlichen zu verbessern.

Die jetzige Lage vieler Jugendlicher sieht nämlich prekär:
Im Sommer 2007 haben nur rund 70% der AbgängerInnen aus dem 10.Schuljahr BVS Bern-Mittelland am Ende des Schuljahres eine Lehrestelle gefunden, ca. 25% fanden eine Übergangslösung und rund 5% blieben ohne Lösung. Die Situation wird sich dieses Jahr kaum gebessert haben. Und dabei sprechen wir hier nur von den AbgängerInnen der 10. Schulklassen. Dazu kommen die Schüler und Schülerinnen aus den 8. und 9. Klassen. Auch sie sind stark vom Lehrstellenmangel betroffen.

Wer keinen Mittelschul- oder Berufsabschluss vorweisen kann, hat es auf dem Arbeitsmarkt schwer. 70% der jugendlichen SozialhilfeempfängerInnen fallen in diese Kategorie. Mühe beim Berufseinstieg haben vor allem sozial benachteiligte Jugendliche und Jugendliche mit Migrationshintergrund.

Neben dem Anbieten von Zwischenlösungen ist es deshalb unabdingbar, dass Unternehmen dazu bewegt werden, Lehrstellen anzubieten. Zudem müssen Massnahmen ergriffen werden, damit SchülerInnen, welche auch nach dem 10. Schuljahr keine Lehrstelle finden, nicht aus den Strukturen fallen. Auch wenn die Wichtigkeit des Themas immer wieder betont wird, geschieht auf politischer Ebene nicht genug, um die Jugendarbeitslosigkeit und damit auch die Jugendarmut zum bekämpfen.


Aktion „Jugendarbeitslosigkeit: Taten jetzt!“

Im Sommer 2007 haben nur rund 70% der AbgängerInnen aus dem 10.Schuljahr BVS Bern-Mittelland am Ende des Schuljahres eine Lehrestelle gefunden, ca. 25% fanden eine Übergangslösung und rund 5% blieben ohne Lösung. Die Situation wird sich dieses Jahr kaum gebessert haben. Und dabei sprechen wir hier nur von den AbgängerInnen der 10. Schulklassen. Dazu kommen die Schüler und Schülerinnen aus den 8. und 9. Klassen. Auch sie sind stark vom Lehrstellenmangel betroffen.

Wer keinen Mittelschul- oder Berufsabschluss vorweisen kann, hat es auf dem Arbeitsmarkt schwer. 70% der jugendlichen SozialhilfeempfängerInnen fallen in diese Kategorie. Mühe beim Berufseinstieg haben vor allem sozial benachteiligte Jugendliche und Jugendliche mit Migrationshintergrund.

Neben dem Anbieten von Zwischenlösungen ist es deshalb unabdingbar, dass Unternehmen dazu bewegt werden, Lehrstellen anzubieten. Zudem müssen Massnahmen ergriffen werden, damit SchülerInnen, welche auch nach dem 10. Schuljahr keine Lehrstelle finden, nicht aus den Strukturen fallen. Auch wenn die Wichtigkeit des Themas immer wieder betont wird, geschieht auf politischer Ebene nicht genug, um die Jugendarbeitslosigkeit und damit auch die Jugendarmut zum bekämpfen.

Aus diesem Grund organisieren die Junge Alternative JA! und das Grüne Bündnis zusammen die Aktion „Jugendarbeitslosigkeit: Taten jetzt!“, welche am 8. Mai, um 16.30 Uhr vor dem Berner Rathaus stattfindet. Ziel der Aktion ist es, zum einen die lehrstellenlosen Jugendlichen sichtbar zu machen und zum anderen die Berner StadträtInnen mittels Talon dazu zu bewegen, mithilfe ihrer Kontakte einen Schülers/eine Schülerin bei der Lehrstellensuche zu unterstützen. Unsere Forderungen werden mit Transparenten, Reden und Musik unterstrichen.

ACHTUNG: Verhalten Sie sich nicht ungebührlich!

…laut dem neuen Bahnhofreglement, über welches am 1. Juni abgestimmt wird, können Sie sonst mit bis zu 2000 Franken gebüsst werden!

Mit dem Bahnhofreglement werden künftig private Sicherheitsleute über Ihr Verhalten wachen: Verboten ist nämlich auch Tiere Füttern, Sitzen, lautes Abspielen von Tonträgern und Betteln. Die Junge Alternative JA! stellt sich gegen diese willkürlichen, neuen Regeln, denn wie definiert Mr. Securitrans z.B. ungebührliches Verhalten?

Warum soll die Frage „Hesch mr ä Schtutz?“ ungebührlicher sein als die Frage „Wollen Sie ein Cablecom-Abo für den Rest Ihres Lebens kaufen und jeden Monat 100 Franken zahlen?“

Ist zu langsames und nicht auf Shopping ausgerichtetes Schlendern auch ungebührlich?

Stört es den Verkehrsfluss der „Mobilitätsdrehscheibe Bahnhof“ wenn ich mit meinen Freunden in der Bahnhofunterführung auf den Zug warte und rede?

Deshalb ist die Junge Alternative JA! mit einer Aktion auf der Strasse präsent, bei der sie das willkürliche Bahnhofreglement und „ungebührliches Verhalten“ auf die Schippe nimmt.

Veranstaltungsreihe: Leben im öffentlichen Raum


Der öffentliche
Raum ist ein Aufenthalts- und Begegnungsort. Stimmen, welche mehr Sauberkeit,
Sicherheit und Reglementierungen fordern, werden immer lauter. Ist dies das
Ende der für alle zugänglichen Treffpunkte? Sind Jugendliche die ersten Opfer
dieses Sicherheits- und Sauberkeitswahns? Wird die angebliche Angst der Frauen
für bürgerliche Sicherheits(t)räume instrumentalisiert? Die Veranstaltungsreihe
„Leben im öffentlichen Raum“ greift diese kontroverse Diskussion auf:

30. April 08: Podiumsdiskussion
„Öffentlicher Raum in der Stadt Bern“, 19.30h, AKI, Alpeneggstr. 5,
3012 Bern

14. Mai 08: offene Diskussion
„Jugendliche im öffentlichen Raum“, 20.00h, Hauptgebäude Uni Bern,
Hochschulstr. 4, 3012 Bern, Kuppelsaal

21. Mai 08: offene Diskussion
„Frauen im öffentlichen Raum“, 19.30h, Unitobler Bern, Lerchweg 36,
3012 Bern, Raum F022

Eine
Veranstaltungsreihe der Jungen Alternative JA!, unterstützt von der Unigruppe
JA!-fpl.

Podiumsdiskussion „Handlungsstrategien gegen sexistische Werbung“

Folgende Fachfrauen diskutierten auf dem Podium über Handlungsstrategien gegen Sexismus in der Werbung:


Doris Stump (Nationalrätin SP), Regina Probst (Geschäftsführerin Terre des Femmes),
Dore Heim (Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Zürich), Lovey Wymann (Werbetexterin),
Rahel Ruch (Junge Alternative JA!). Moderation: Hélène Hürlimann (Produzentin/ Redaktorin „Rendez-vous“)

Notizen

5. April – Podiumsdiskussion
„Handlungsstrategien gegen sexistische Werbung“:
Doris Stump (Nationalrätin SP), Regina Probst (Geschäftsführerin Terre des Femmes),
Dore Heim (Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Zürich), Lovey Wymann (Werbetexterin),
Rahel Ruch (Junge Alternative JA!), Hélène Hürlimann (Produzentin/ Redaktorin „Rendez-vous“).
Käfigturm Bern, 19.30 Uhr

Einstieg von Dore Heim: Rechtliche Situation
Auf internationaler Ebene gibt es das Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW), welches die Schweiz ratifiziert hat. Dieses Übereinkommen ist aber als allerletzte Instanz zu sehen.
Auf Bundesebene gilt der Art.8 Abs.2 der Bundesverfassung, er kann aber nur gegen Aktivitäten des Staates, nicht gegen jenes von Privaten, angewendet werden. Zusätzlich besteht die Lauterkeitskommission, deren Handlungsspielraum aber sehr beschränkt ist: Die Urteile werden nicht veröffentlicht und es können auch keine Sanktionen verhängt werden.
Auf kommunaler Ebene sieht die rechtliche Situation sehr unterschiedlich aus. Allgemein kann aber gesagt werden, dass die Gesetze sich meist auf den öffentlichen Grund beschränken.

Podiumsdiskussion:
„Trotz der jahrelangen Bemühungen ist noch immer wenig erreicht; vor allem mit der Sensibilisierung bezüglich sexistischer Werbung konnten kaum Erfolge erzielt werden.“ (Doris Stump)

„Erst seit kurzem gibt es Studien über die Wirksamkeit von Werbung. Trotz des schlechten Abschneidens von sexistischer Werbung wird in der Werbebranche weiterhin „aufmerksamkeitsstark“ automatisch mit „sexy“ gleichgesetzt.“ (Lovey Wymann)

„Das Vorgehen der Lauterkeitskommission ist äusserst zweifelhaft, sie agiert hauptsächlich als Selbstregulierungsbehörde. Besser wäre eine Anti-Sexismus-Stelle (analog zur Anti-Rassismus-Stelle), das würde aber sicher noch 10 Jahre dauern.„ (Regina Probst)

„Die Bemühungen müssen in Richtung Anti-Sexismus-Gesetz gehen. Nur Sensibilisierung (z.Bsp. von Partyveranstaltern) reicht nicht aus.“ (Rahel Ruch)

„Die Möglichkeit, gegen sexistische Werbung zu klagen, wird kaum genutzt, weil die Kosten sehr hoch sind. Ein Problem sind auch die schwachen rechtlichen Grundlagen, welche Präferenzfälle fast unmöglich machen.“ (Dore Heim)

ja!rgon Nr. 2 – April 2008

EditorJA!l

Die Junge Alternative JA! hat sich am Wochenende vom 5./6. April nach Spiez zurückgezogen um zurückzuschauen und das angebrochene Politjahr zu planen…

MIt frischem Elan und guter Laune im Gepäck machten sich die JA!AktivistInnen am Samstag Morgen auf nach Spiez. Die meisten mit dem Zug,  zwei konnten es nicht lassen die Strecke mit dem Velo zurückzulegen.

Die JA! hat im letzten Jahr einiges erreicht. Beispielsweise hat sie wesentlich dazu beigetragen, dass das Referendum gegen das Banhofreglement zu Stande gekommen ist, eine Protestpostkartenaktion für eine Velofreundliche Stadt lanciert, sich unermüdlich für die Gassenküche eingesetzt und eine „women reclaim the streets“ organisiert.

Im letzten halben Jahr sind viele neue junge politisch interessierte Frauen und Männer  zur JA! gekommen.  So kamen an der Retraite auch viele neue und kreative Ideen für politische Aktionen und Themen zusammen.

Im kommenden Jahr will die JA! eine Diskussions-veranstaltung zu den Auswirkungen von gewaltvollen Videogames organisieren, sich stark machen gegen ein neues AKW im Kanton Bern, einen Workshop-Nachmittag zu neuen Formen des politischen Aktionismus durchführen, sich mit dem Thema Sprache und Geschlecht auseinandersetzen und vieles vieles mehr.

Um dies alles realisieren zu können, sind wir auf eine finanzielle Unterstützung angewiesen. Danke für deine Spende!

Anne Wegmüller

Öffentlicher Raum für alle!

Am 1. Juni 08 stimmt die Stadt Bern über das neue Bahnhofreglement ab. Die Junge Alternative JA! organisiert dazu im April/Mai die Veranstaltungsreihe „Leben im öffentlichen Raum“.

Das neue Bahnhofreglement sieht vor, den städtischen Teil des Bahnhofs – inklusive der näheren Umgebung – denselben Regeln und Verboten zu unterwerfen, welche im „privaten“ Teil der SBB gelten. Damit werden der Willkür Tür und Tor geöffnet, zum Beispiel durch den schwammigen Begriff „ungebührliches Verhalten“ oder durch die Übertragung von Sicherheitsaufgaben an private Firmen. Das neue Bahnhofreglement schafft so ein Sonderrecht für einen Teil des öffentlichen Raumes. Die Junge Alternative JA! befürchtet, dass diese neue Regelung künftig zur Grundlage von weiteren menschenverachtenden Einschränkungen im öffentlichen Raum wird. Dieser Entwicklung kann Einhalt geboten werden: am 1. Juni 08 ein NEIN in die Urne legen, damit der öffentliche Raum auch weiterhin für alle zugänglich bleibt!

Der Ruf nach Sauberkeit, Sicherheit und Reglementierung des öffentlichen Raumes wird immer lauter. Gefährdet diese Entwicklung den öffentlichen Raum als  Aufenthalts- und Begegnungsort? Unsere Veranstaltungsreihe greift diese kontroverse Diskussion auf und leistet einen Beitrag für eine zukunftsgerichtete und menschenwürdige Nutzung des öffentlichen Raumes.

30. April 08: „Öffentlicher Raum in der Stadt Bern“
Wenn wir auf dem Markt einkaufen, demonstrieren, Unterschriften sammeln, Eis essen, StrassenmusikantInnen zuhören, uns mit FreundInnen treffen, betteln oder durch die Gassen schlendern bewegen wir uns im öffentlichen Raum. Wer nutzt alles den öffentlichen Raum? Wem gehört er? Welche Interessen und Nutzungskonflikte gibt es? Die Veranstaltung „Öffentlicher Raum in der Stadt Bern“ sucht Antworten auf diese und weitere Fragen.

14. Mai 08: „Jugendliche im öffentlichen Raum“
Die Schliessung von Schularealen, die Forderung nach Ausgehverboten für Jugendliche am Abend sowie die Vertreibung der Jugendlichen von öffentlichen Plätzen mittels hochfrequenten Pfeiftönen sind Beispiele dafür, dass zunehmend weniger Platz für Jugendliche im öffentlichen Raum vorhanden ist. An der Veranstaltung „Jugendliche im öffentlichen Raum“ diskutieren wir über die Folgen dieser Vertreibung und über mögliche Alternativen.

21. Mai 08: „Frauen im öffentlichen Raum“
Angeblich haben Frauen zunehmend Angst, sich im öffentlichen Raum zu bewegen. Dies wird zumindest von bürgerlichen PolitikerInnen ins Feld geführt, um Repression zu legitimieren. Werden die Ängste von Frauen für bürgerliche Sicherheits(t)räume instrumentalisiert? Wie muss öffentlicher Raum aussehen, damit Frauen sich darin wohl fühlen? Die Veranstaltung „Frauen im öffentlichen Raum“ formuliert Ansätze und entwickelt Strategien, welche jenseits von Repression zu einer echten (Selbst-)Sicherheit und Bewegungsfreiheit für Frauen führen.

Weiter Infos zur Veranstaltungsreihe unter www.jungealternative.ch

Anja Brunner

Eine Velosatire

Die JA! Velodemo vom 26. April war ein klares Zeichen für mehr gratis Veloparkplätze in unmittelbarer Nähe des Banhofs, aber….

Liebe LeserInnen

Wir möchten uns hiermit entschuldigen für die vielen Umstände, die wir wegen unserer Velodemo vom 26. April 2008 den Bürgerinnen und Bürger von Bern zugemutet haben. Auch bei der Polizei möchten wir uns entschuldigen, dass sie wegen uns für einmal ohne Stossdämpfer mit ihren zu kleinen Fahrrädern übers Kopfsteinpflaster fahren mussten und ihnen nun womöglich noch das Füdli weh tut.

Natürlich war und ist es völlig vermessen, genügend kostenlose Veloabstellplätze in der Nähe des Bahnhofs zu fordern. Es ist nämlich völlig inkonsequent, sich als velofreundliche Partei zu bezeichnen und dabei schon nur daran zu denken, sein Velo irgendwo abzustellen, zu parkieren, es mutterseelenallein stehen zu lassen und womöglich noch zu Fuss weiterzugehen!

Eine echte Velofreundin lässt ihr Velo niemals alleine! Darum liebe Bürger/innen werden wir ab sofort keine kostenlosen Veloabstellplätze mehr fordern, ab sofort fordern wir nur noch gratis Velo-GAs für alle Pendler/innen der Stadt Bern. Damit die Velofreund/innen getrost bis direkt zu den Zügen fahren können und ihre Lieblinge immer schön bei sich haben.

Für eine konsequente und radikale Umwelt- und Velopolitik, Ihre Junge Alternative JA!

Birgit Rosenkranz

P.S. Herzlichen Dank auch an Herrn Dütschler von der Zeitung „der Bund“, welcher uns auf unsere unverhältnismässigen Forderungen aufmerksam gemacht hat…

Entfernungsartikel kommt einem Demoverbot nahe!

Durch eine Teilrevision des Kundgebungs-reglements versucht der Gemeinderat einen Entfernungsartikel und eine Erhöhung des Bussenhöchstmasses um  250% durchzu-bringen.

Der neue Entfernungsartikel ermöglicht es der Polizei, jede Kundgebung – unbewilligt oder bewilligt – zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung sofort aufzulösen. Wer nicht umgehend das Weite sucht, sobald die Polizei die DemonstrantInnen dazu auffordert, wird strafrechtlich verfolgt. Zudem wird das Bussenhöchstmass von 2‘000 Franken auf 5‘000 Franken erhöht.

Die Gesetze von heute sind die Grundlage von morgen. Der Entfernungsartikel ist ein direkter Angriff auf die freie Meinungsäusserung und führt in der Praxis dazu, dass dieses Recht nicht mehr möglich sein wird, sobald die Äusserung als Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung eingeschätzt wird. Diese Einschätzung ist subjektiv und die Auflösung einer Versammlung bestraft willkürlich Personen, ohne, dass sie eine wirkliche Straftat begangen hätten.

Schon heute trauen sich viele Menschen wegen der Repression nicht mehr, ihre Meinung öffentlich kundzutun. Mit einer weiteren Verschärfung des Kundgebungsreglements werden Leute, die ihre Meinung zu politisch brisanten Themen äussern wollen, weiter stigmatisiert. Dies verhindert vor allem, dass sich die Leute nicht mehr auf die Strasse trauen. Wohin das führt, ist in jedem Geschichtsbuch nachzulesen.

Wir fordern den Stadtrat dazu auf, die Teilrevision abzulehnen und den Mut zu beweisen, die Meinungsäusserungsfreiheit zu bewahren und die Willkür zu verhindern.

Valerie Keller und Johann Preusse

Jugendarbeitslosigkeit ist Alltag – Protestaktion am

8. Mai!

Die Junge Alternative JA! setzt gemeinsam mit Jugendlichen ein Zeichen gegen Jugend-arbeitslosigkeit

Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 24 Jahren sind sehr viel stärker von der Arbeitslosigkeit betroffen als andere Altersgruppen. Das kann zum einen dadurch erklärt werden, dass die Zahl der Lehrstellen suchenden SchulabgängerInnen stärker wächst als die Zahl der Lehrstellen – im Jahr 2007 viermal so stark. Zum anderen ist die Chance, nach der Lehre stabile Arbeitsverhältnisse zu finden, sehr gering.

Neben dem Anbieten von Zwischenlösungen (z.B. 10. Schuljahr oder Motivationssemester) ist es deshalb unabdingbar, dass die Unternehmen dazu gezwungen werden, Lehrstellen anzubieten und dass der Ausnutzung von jungen Arbeitenden einen Riegel vorgeschoben wird!

Auch wenn die Wichtigkeit des Themas immer wieder betont wird, geschieht auf politischer Ebene nicht genug, um die Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen. Politikerinnen und Politiker scheuen sich zum Beispiel weiterhin davor, eine Grundlage für das Büssen von Unternehmen, welche keine oder kaum Lehrstellen anbieten, zu verabschieden. Dafür geht man weiter davon aus, dass ein nettes Hinweisen auf die prekäre Lehrstellensituation in der Schweiz für die Problemlösung ausreicht. Die Junge Alternative JA! wehrt sich gegen eine solche scheinheilige Politik und fordert die Politikerinnen und Politiker dazu auf, ihre Augen nicht weiter zu verschliessen, sondern endlich zur Tat zu schreiten.

Aus diesem Grund organisiert die JA! zusammen mit dem Grünen Bündnis am 8. Mai um 16.30 Uhr vor dem Berner Rathaus eine Aktion, welche die jugendlichen Arbeitslosen sichtbar machen soll. Im Anschluss werden die Berner Parlamentarierinnen und Parlamentarier dazu aufgerufen, freiwillig einer/einem Jugendlichen bei der Lehrstellensuche beizustehen.

Lea Bill

ja!infos

Jugendmotion für legale Graffitiwände

Am 2. April wurde die Jugendmotion für legale Graffitiwände in der Stadt Bern der Gemeinderätin Edith Olibet übergeben. 48 Jugendliche haben die Jugendmotion unterschrieben. Lanciert wurde sie vom 15-jährigen Schüler und JA!-Aktivist Basil Linder.

Legales Graffiti Sprayen ist für Jugendliche eine Möglichkeit, sich kreativ und künstlerisch auszudrücken, ohne sich dabei strafbar zu machen. In vielen Schweizer Städten gibt es schon seit einigen Jahren Standorte, an denen legal gesprayt werden kann. Beispielsweise in Zürich, Basel, Murten usw.

Die Jugendmotion fordert den Gemeinderat deshalb auf, mindestens drei Standorte für legales Sprayen in der Stadt Bern zur Verfügung zu stellen. Konkret hat das Tiefbauamt der Stadt Bern folgende Standorte geprüft, welche dafür in Frage kommen: Monbijou-Brückenpfeiler hinter dem Marzilibad, die Autobahn-Lärmschutzwand beim Freundenbergerplatz und die Personenunterführung Ausserholligen/Bernstrasse. Bei der Schaffung von legalen Spraywänden sind ausreichend grosse Flächen wichtig, damit die Graffitis nicht sofort wieder übersprayt werden. Nur so kann das legale Sprayen zu einer echten Alternative werden.

Ladyfest Bern

Es ist soweit, vom 17. bis 20 April findet das erste Ladyfest in der Schweiz statt – und zwar in Bern. Das Ladyfest ist eine mehrtägige, kulturell-poltisch-feministisch-queere Vernstaltung, welche nach dem „Do-it-yoruself-Prinzip“ funktioniert und unter anderem in der Reitschule Bern stattfinden wird. Er warten viele spanndene Workshops, Konzerte, Vorträge usw. open for all gender. Mehr Infos: www.myspace.com/ladyfestbern

ja!genda

17.-20 April 08: Ladyfest. Mehr Infos: www.myspace.com/ladyfestbern

30. April 08: JA! Podiumsdiskussion „Öffentlicher Raum in der Stadt Bern“, 19.30 Uhr, AKI, Alpeneggstrasse 5, 3012 Bern

1. Mai 08: Tag der Arbeit, ab 10.30 Uhr Kundgebung auf dem Kornhausplatz anschliessend Stände und Essen in der Zeughausgasse

1. Mai 08: Hang-In auf dem Bahnhofplatz gegen das städtische Bahnhofreglement, ab 13 Uhr

8. Mai 08: Aktion gegen Jugendarbeitslosigkeit auf dem Rathausplatz in Bern, ab 16.30 Uhr

14. Mai 08: Offene Diskussion „Jugendliche im öffentlichen Raum“, 20 Uhr, Hauptgebäude Uni Bern, Hochschulstrasse 4, Kuppelsaal

21. Mai 08: Offene Diskussion „Frauen im öffentlichern Raum“, 19.30 Uhr, Unitobler Bern, Länggassstrasse 49, Raum FO22

Einreichaktion der Jugendmotion für legale Graffitiwände in der Stadt Bern

48 Jugendliche haben die Jugendmotion für legale Graffitiwände in der Stadt Bern unterschrieben. Lanciert wurde die Jugendmotion vom 14-jährigen Schüler und JA!-Aktivist Basil Linder.

Legales Graffiti Sprayen ist für Jugendliche eine Möglichkeit, sich kreativ und künstlerisch auszudrücken, ohne sich dabei strafbar zu machen. In vielen Schweizer Städten gibt es schon seit einigen Jahren Standorte, an denen legal gesprayt werden kann. Beispielsweise in Zürich, Basel, Murten usw.

Legale Graffitiwände sind eine Wertschätzung gegenüber Jugendlichen und ihren Ausdrucksformen. Zudem können dadurch Vandalismus und Schmierereien auf Privatgrundstücken vermindert werden.

Seit acht Jahren besteht in Ostermundigen beim Schiessplatz eine 400 Meter lange Schallwand, an der legal gesprayt werden darf. Diese Wand wird auch von vielen Stadtberner Jugendlichen rege genutzt. Da das Schiessplatzareal nun überbaut wird, entfällt dieser Freiraum für Jugendliche, welche legal sprayen wollen.

Die Jugendmotion fordert den Gemeinderat deshalb auf, mindestens drei Standorte für legales Sprayen in der Stadt Bern zur Verfügung zu stellen. Konkret hat das Tiefbauamt der Stadt Bern folgende Standorte geprüft, welche dafür in Frage kommen: Monbijou-Brückenpfeiler hinter dem Marzilibad, die Autobahn-Lärmschutzwand beim Freundenbergerplatz und die Personenunterführung Ausserholligen/Bernstrasse. Bei der Schaffung von legalen Spraywänden sind ausreichend grosse Flächen wichtig, damit die Graffitis nicht sofort wieder übersprayt werden. Nur so kann das legale Sprayen zu einer echten Alternative werden.

Aktion: Die Jugendmotion wird von der zuständigen Gemeinderätin Edith Olibet entgegen genommen, ausserdem werden Jugendliche SprayerInnen auf einer Stellwand vor Ort ein Graffiti sprayen.

Datum: Mittwoch, 2. April 2008, 14 Uhr

Ort: vor der Koordinationsstelle info jugendamt, Predigergasse 4a, 3011 Bern

Postulat Fraktion GB/JA! (Emine Sariaslan, GB/Lea Bill JA!): Konzept zur Wiedereingliederung qualifzierter Arbeitsloser in den Arbeitsmarkt

Auf dem Schweizer Sorgenbarometer steht die Arbeitslosigkeit ganz oben. In der Schweiz sind heute nicht nur die schlecht qualifizierten Arbeitskräfte ohne Stelle, sondern neuerdings auch gut qualifizierte Arbeitskräfte. Man spricht sogar von einer neuen Qualität der Arbeitslosen. „Seit ein bis zwei Jahren haben wir auch gut qualifizierte Arbeitslose in der Beratung – insbesondere aus der Informatik und Kaderleute“, sagt Silvia Peyer, Personalberaterin im Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) Bümpliz-Bethlehem. Sie ergänzt: „Die gut Qualifizierten sind nicht unbedingt leichter vermittelbar.“ (Der Bund, 12 Juni 2005)

Die Statistik der der Arbeitslosen und ihrer Qualifikationen im Kanton Bern (am Beispiel des Monats Januar 2008) verdeutlichen, dass Arbeitslosigkeit keineswegs ein Phänomen der niedrig qualifizierten Arbeitskräfte ist: (In den Statistiken der Stadt Bern wird die Qualifikation leider nicht erfasst.)

Selbständigerwerbend 67

Kaderfunktion 585

Fachfunktion 5’261

Hilfsfunktion 3’964

Lehrling 298

Heimarbeit 8

Schüler, Student 271

Total Kanton Bern 101454 (Beco Januar 2008)

In anderen Städten gibt es bereits Massnahmen für qualifizierte Arbeitslose. So wurde z.B. in Zürich entsprechende Projekte „innovation.tank“ und „Skipper“ aufgebaut, um qualifizierte Arbeitlose und Kaderleute wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Diese erhalten mit diesem Projekt die Möglichkeit, ihr Know-how zu verbessern und sich gezielt für ihre berufliche Weiterentwicklung einzusetzen. Die Teilnehmerinnen können von einer Plattform profitieren, die es ihnen ermöglicht neue Kontakte zu knüpfen und das persönliche Netzwerk zu erweitern und dadurch eine Stelle zu finden.

In der Stadt Bern wurde bisher kein entsprechendes Projekt für qualifizierte Arbeitslose aufgebaut. Die bestehenden notwendigen Beschäftigungsprogramme richten sich an niedrig- und unqualifizierte Arbeitslose. Um die Vermittelbarkeit der Stellensuchenden zu erhöhen und zu einer raschen und dauerhaften Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt beizutragen, sollen Arbeitslosenprojekte sowohl konjunkturellen wie strukturellen Veränderungen des Arbeitsmarktes inklusive dessen regionalen Differenzen angepasst werden. Deshalb bitten wir den Gemeinderat,

1. eine detaillierte Analyse der aktuellen Situation der Arbeitslosen in der Gemeinde Bern mit folgenden Elementen zu erstellen und dem Stadtrat vorzulegen: Anzahl Arbeitsloser und ihrer Qualifikation / Branchen und Berufsgruppen / Alter, Geschlecht, Nationalität

2. ein Konzept zur Wiedereingliederung auf dem Arbeitmarkt zu erstellen

3. einen politischen Auftrag zur Förderung der Wiedereingliederung qualifizierter Arbeitsloser an das Kompetenzzentrum Arbeit zu erteilen.

Bern, 27. März 2008

JA! kritisiert die intolerante Sturheit von Barbara Hayoz betreffend Paradisli

Der Berner Stadtrat hat sich mehrmals dafür ausgesprochen, dass der Verein Paradisli bis zum Baubeginn an der Laubeggstrasse 36a bleiben kann. Doch nachdem das Bundesgericht nicht auf die Beschwerde des Vereins Paradisli gegen den Entscheid des kantonalen Obergerichts eingetreten ist, stellt der Gesamtgemeinderat dem Verein Paradisli ein Ultimatum bis am 3. April. Die zuständige Gemeinderätin droht einmal mehr mit einer polizeilichen Räumung, ohne dass sie je auf mehrere Gesprächsangebote des Vereins Paradisli einging. Die JA! akzeptiert ein solches Vorgehen nicht und fordert, dass das Paradisli, bis zum Baubeginn an der Laubeggstrasse 36a bleiben kann.

Der Stadtrat hat mehrmals mit klarer Mehrheit dem Begehren des Vereins Paradisli bis zum Baubeginn im Bauernhaus an der Laubeggstrasse 36a zu bleiben, zugestimmt. Zudem ist eine dringliche Motion zu diesem Thema hängig. Anscheinend sind diese Tatsachen Frau Hayoz egal und sie übergeht damit einmal mehr die Meinung des Stadtparlaments sowie der zahlreichen Unterzeichnenden der Petition „Paradisli bleibt!“.

Barbara Hayoz fordert vom Verein Paradisli, das Bauernhaus an der Laubeggstrasse 36a bis am 3. April zu verlassen und droht gleichentags mit einer polizeilichen Räumung. Sie rechtfertigt diese Forderung mit fadenscheinigen Argumenten und lässt sich nicht auf ein wirkliches Verhandlungsgespräch mit dem Verein Paradisli ein. Damit wird einer der wenigen Freiräume für alternative Kultur voreilig zerstört und die Freiwilligenarbeit unzähliger junger engagierter Menschen ohne mit der Wimper zu zucken als unnütz abgetan.

Die Junge Alternative JA! solidarisiert sich mit dem Verein Paradisli und fordert den Gesamtgemeinderat dazu auf, den Stadtrat und die vielen Unterzeichnenden der Petition nicht zu übergehen und dem Verein Paradisli bis zu Baubeginn an der Laubeggstrasse 36a das Bleiberecht zu gewähren. Parallel dazu soll die Stadtverwaltung den Verein Paradisli bei der Suche nach Alternativstandorten für die Weiterführung ihres kulturellen und sozialen Angebots aktiv zu unterstützen.

Erfolgreiche VeloDemo gegen die Velopolitik der Stadt Bern

Ein lauter, farbiger und fröhlicher Velodemozug von etwa 80 VelofahrerInnen fuhr am Abend des 26. März durch die Innenstadt um gegen den Abbau von gratis Veloparkplätzen und für eine attraktive Velostadt Bern zu demonstrieren!

Am 17. März wurden die beiden „Veloinseln“ beim Bollwerk entfernt. Nach Zählungen der Jungen Alternative JA! parkierten an einem Werktag bis zu 600 VelofahrerInnen ihr Velo in den beiden „Veloinseln“. Als Ersatz für die beliebten Abstellpläze nahe beim Bahnhofseingang werden „vorerst“ einzig ca. 130 neue Abstellplätze vor dem SBB-Gebäude in Betrieb genommen. Diese 130 Plätze stehen in keinem Verhältnis zu den bisherigen „Veloinseln“! Auch die für später angekündigten Veloabstellplätze hinter der Heiliggeistkirche und vor dem ehem. Hotel Schweizerhof können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die gratis Abstellplätze massiv abgebaut werden. Und damit nicht genug: Mit dem Bau der Velostation Schanzenpost wird es in der Stadt Bern zum ersten Mal mehr kostenpflichtige als gebührenfreie Veloabstellplätze geben! Auf diese Weise werden VelofahrerInnen für ihr umweltfreundliches Verhalten bestraft – das kann nicht im Sinne von rot-grün sein!

Die Teilnehmenden der Velodemo forderten von der Berner Stadtregierung:
• genügend gebührenfreie Veloparkplätze unmittelbar um den Berner Bahnhof!
• gratis Velostationen!
• ein gratis Velo-Kurzzeitparking am Bahnhof!
• sichere Velospuren in der ganzen Stadt Bern!

VIVA LA VELORUTION!