Im Gymer

Im Gymer darfsch nie hinterfrage

Darfsch nie hinterfrage, was de dert machsch

und warum

Warum dä iz aui chnoche muesch uswendig lehre

U wüsse was Mittelgrund uf Französisch heisst,

obwou de nimau weisch was ds uf Dütsch söt si

Mittelgrund.

Aso für mi gits nume Vorder – u Hintergrund. „Im Gymer“ weiterlesen

JA! vs Ursula W.

Am 22. September 2017 kurz vor Sechs verliess Ursula W. ihr Büro in der Bundesgasse und schwang sich auf ihr Velo*, um möglichst schnell dem Büroalltag den Rücken zuzukehren und ins Wochenende zu düsen. Doch als sie über den Waisenhausplatz Richtung Bollwerk fuhr, wurde ihr urplötzlich schlecht, denn sie sah ihre grösste Feindin.

„JA! vs Ursula W.“ weiterlesen

Der Stadtrat sagt JA! zu einer vielfältigen Nutzung von Pausenplätzen

In seiner heutigen Sitzung hat der Stadtrat eine Motion der Jungen Alternative JA! angenommen und fordert damit, dass die Nutzung von Pausenplätzen auch nach 22 Uhr noch möglich sein soll. Er bekräftigt damit auch seine Entscheidung gegen die Überwachung durch private Sicherheitsdienste.

Räume, in denen sich Jugendliche in ihren Quartieren aufhalten können, sind rar und werden immer knapper. Umso wichtiger sind die Schulhausplätze, die mit ihrer bestehenden Infrastruktur und ihrer zentralen Lage in den Quartieren ideal sind als Treffpunkte. Momentan ist der Aufenthalt jedoch von 22 Uhr bis 6 Uhr jedoch verboten. Die JA!-Motion, die der Stadtrat heute überweist fordert, dass die richterlichen Verbote aufgehoben werden und die nötigen Reglemente angepasst werden. Zudem sollen öffentliche und unentgeltliche Toiletten zur Verfügung gestellt werden und eine Reinigung durch die Strassenreinigung geprüft werden. Falls Probleme entstehen, sollen diese mit allen Beteiligten an einem runden Tisch und unter der Leitung des TOJ gelöst werden.

„Pausenplätze sollen ein Raum bieten, an dem Jugendliche nicht nur geduldet werden, sondern in dem es selbstverständlich ist, dass sie sich darin aufhalten können.“ so Stadträtin Eva Krattiger, denn eine Stadt soll allen Menschen Aufenthaltsräume und Treffpunkte bieten.

Die eingereichte Motion findet Ihr hier.

Begegnungsorte statt Betonwüsten!

Platz da! für Begegnungsorte statt Betonwüsten!

Eine grosse Fläche, mitten in der Stadt. Prädestiniert als Begegnungsort und Aufenthaltsraum. Gestaltet als Betonwüste. Willkommen im Postparc. 

Jahrelang dauerte der Umbau des neuen Postparcs. Doch wer sich auf ein schönes Resultat freute, auf ein „lebendiges Stadtzentrum“, der lag falsch. Entstanden ist ein weiterer Gebäudekomplex mit den üblichen Läden, wenig Grünflächen und nichts, das das Etikett „lebendig“ verdient hätte. Und mittendrin, ein wunderschöner Parkplatz mit kleiner Auslastung. „Begegnungsorte statt Betonwüsten!“ weiterlesen

Vielfältige Nutzung von Pausenplätzen ermöglichen!

Dringliche Motion Junge Alternative JA! (Eva Krattiger, Seraina Patzen)

Seit Jahren verschwindet in der Stadt Bern immer mehr Freiraum, in dem sich junge Menschen treffen können, ohne dass sie etwas konsumieren müssen. So ist es seit einiger Zeit verboten, sich nach 22 Uhr auf einem Schulhausplatz aufzuhalten, auch wenn kein Lärm verursacht wird und die Anwohnenden sich nicht daran stören. Bis vor kurzem wurden alle, die sich nach 22 Uhr noch auf dem Gelände aufhielten, durch das Sicherheitspersonal weggewiesen. Durch diese Wegweisungen werden die Jugendlichen am Abend aus den Quartieren vertrieben.

Nach Ansicht der Motionärinnen darf es nicht sein, dass Jugendliche gezwungen sind, sich abends in der Innenstadt zu treffen und aufzuhalten. Treffpunkte in den Quartieren sind nötig. Schulhausplätze sind dafür ideale Standorte, denn die benötigte Infrastruktur, wie Sitzmöglichkeiten und Abfalleimer, ist mehrheitlich bereits vorhanden.

Nachdem der Verpflichtungskredit (2016.FPI.000055) für die Überwachung der Schulhausplätze durch Protectas vom Stadtrat am 6. April 2017 erfreulicherweise abgelehnt wurde, besteht nun die ideale Ausgangslage für einen Neuanfang.

Das generelle Verbot des Aufenthalts auf Schulhausplätzen gilt es aus Sicht der Motionärinnen aufzuheben.  Stattdessen soll eine gemeinsame Nutzung der Schulhausplätze als Pausenplatz, Freizeit- und Spielplatz und Treffpunkt ermöglicht werden. Die durch die Ablehnung des Kredits freigewordenen finanziellen Mittel sollen für dieses Ziel eingesetzt werden.

Der Gemeinderat wird beauftragt,

1. die richterlichen Verbote aufzuheben und die Schulhausplätze damit rund um die Uhr zugänglich zu machen.

2. im Umfeld der Pausenplätze öffentliche und unentgeltliche Toiletten zur Verfügung zu stellen.

3. falls auf einem Schulhausplatz regelmässig Konflikte entstehen sollten, hier ein Pilotprojekt durchzuführen, in dem ein runder Tisch mit Schüler_innen, Jugendlichen, Anwohnenden, Abwärt_innen und Schulleitung (und ev. weiteren Akteur_innen) unter der Leitung des TOJs als begleitende Fachstelle einberufen wird. In diesem Format sollen gemeinsame Spielregeln ausgearbeitet werden, die allen Beteiligten gerecht werden und eine vielfältige Nutzung des Schulareals ermöglichen.

4. wo nötig eine Reinigung der Schulhausplätze durch die Strassenreinigung zu prüfen.

Begründung der Dringlichkeit: Am 6. April hat der Stadtrat den Verpflichtungskredit für den Auftrag an Protectas zur Überwachung der Schulhausplätze abgelehnt und damit einen politischen Kurswechsel in der Frage nach der Nutzung der Schulhausplätze eingeleitet. Nun muss der Stadtrat möglichst schnell die Möglichkeit erhalten, sich zur zukünftigen Regelung zu äussern, im Moment besteht kein klarer Auftrag an den Gemeinderat.